2014_02_06_IMG_0850_08_16_31_EDIT3 Implantologie

Implantologie

Seit 40 Jahren werden Titanimplantate als Ersatz für extrahierte Zähne in den menschlichen Kiefer verankert. Es gilt als eine ausgereifte und erfolgreiche Therapieform. Die 10 Jahres Erfolgsquote liegt bei bis zu 98%. Voraussetzungen für ein erfolgreiches Behandeln sind unter anderem:

1. Im Vorfeld bedarf es einer genauen individuellen Behandlungsplanung mittels Inspektion der Mundsituation, Röntgendiagnostik, Modellanalyse und Erstellung einer Bohrschablone. Hinzu werden prothetische Richtlinien, operative – implantologische Eckpunkte und Kieferknochenstrukturen berücksichtigt.

2. Das Implantat muss unter absolut sterilen Bedingungen gesetzt werden. Es gelten die selben Bedingungen wie bei einer Operation im Krankenhaus. Parallele Medikation runden die Vorsichtsmaßnahmen ab.

3. Beim Einbringen des Implantates darf es nicht zur Überhitzung des Knochengewebes kommen, ab 56°C sterben Knochenzellen. Das heißt, es muss vorsichtig und sanft behandelt werden. Zum Beispiel werden innen und außen gekühlte (mit steriler Kochsalzlösung) Bohrer des Ankylos Systems benutzt. Das Drehmoment sollte bei der Implantateinbringung nicht über 50 Ncm steigen.

4. Bei normalen Knochenverhältnissen und einer Primärstabilität des Implantates kann sofort provisorisch mit einer Krone versorgt werden, bevorzugt im Frontzahnbereich. Im Seitenzahnbereich sollte die biologische Einheilung von 2 Monaten abgewartet werden, um dann den Zahnersatz anzufertigen. Bei zusätzlichen knochenaufbauenden Maßnahmen sollte eine Einheilphase von 4 bzw. 6 Monaten eingehalten werden.

Bevorzugt werden Implantate aus Titan benutzt. Diese gelten schulmedizinisch als unbedenklich und als bestes Ersatzmaterial. Wir blicken auf eine Erfahrungszeit von 40 Jahren. Blutuntersuchungen zeigen aber, dass sich aus den Implantaten Titanoxyd löst. Schulmedizinisch ist eine mögliche Problematik nicht wissenschaftlich nachgewiesen worden. Die Erfahrung zeigt eine sehr gute Verträglichkeit. Im Vorfeld kann individuell der Implantation die Verträglichkeit labortechnisch überprüft werden.
Naturheilkundlich belastet Titanoxyd den Milzmeridian, somit die Körperabwehr und die Qualität des Blutes. Mit biogenetischen Methoden kann dies überprüft werden. Keramikimplantate werden seit 10 Jahren genutzt und stellen eine werkstoffliche Alternative dar, bei der keine Oxyde ins Blut gelangen. Die Erfahrungen sind bisher durchgehend positiv wobei auf Grund geringer wissenschaftlicher Untersuchungen noch nicht alle Indikationen abgedeckt werden.

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